18.09.2015

Der goldene Drache

Die Kurse Darstellendes Spiel und Musik Jahrgang 13 präsentieren:
Der goldene Drache
nach R. Schimmelpfennig

Karten für die Abendvorstellungen sind zum Preis von 6,- und 4,- € bei Lenis Buchladen und Optik Kempe, sowie im Sekretariat der Oberstufe erhältlich.

Nummer 25: Bami Pat, gebratene Eiernudeln mit Hähnchenbrustfilet und frischem Gemüse. extra scharf
Im Mittelpunkt der diesjährigen Inszenierung steht das China-Vietnam-Thai-Restaurant „Der goldene Drache“. Genauer gesagt, die winzige Küche, in der die asiatischen Köchinnen und Köche zwischen zischenden Gaskochern und heißen Woks auf engstem Raum ihrer Arbeit nachgehen. Einen jungen Chinesen, den sie den Kleinen nennen, plagen furchtbare, unerträgliche Zahnschmerzen. Der Gang zum Zahnarzt ist ihm nicht möglich, da er illegal, ohne Aufenthaltsgenehmigung, im Land ist. Deshalb sehen die Köche nur eine Lösung: Die rote Rohrzange. Die, die sie für die Gaskocher verwenden. Die Zange schickt den faulen Zahn auf eine Reise, er landet in der Nr. 6, Thai-Suppe mit Hühnerfleisch. Bestellt von einer Stewardess, die gerade von einem langen Flug zurückgekommen ist. Ebenfalls im Restaurant sitzt ein Großvater, der mit seinem Alter hadert, während seine Enkelin mit einer großen Lebensveränderung konfrontiert wird. Parallel dazu verlässt die Frau im roten Kleid ihren Mann, der sich daraufhin beim Lebensmittelhändler um die Ecke in den Alkohol flüchtet und ein unglaubliches Geheimnis entdeckt.
Kombiniert wird das teils surreal erscheinende Geschehen, welches von den Schülerinnen und Schülern des Leistungskurses Musik mit selbst komponierten und getexteten, genreübergreifenden Stücken vervollständigt wird, mit der Fabel „Die Grille und die Ameise“. Die kleine Grille musiziert und tanzt den ganzen Sommer lang und kümmert sich nicht um den drohenden Winter. Bei der fleißig vorsorgenden Ameise bittet sie um Unterschlupf, als Gegenleistung bietet sie Tanz und Gesang. Diese alte Geschichte wird auf verschreckende Weise ins Zeitgenössische übertragen und choreografisch umgesetzt.
Die Schülerinnen und Schüler präsentieren ein bitterkomisches Stück, das auf die dunklen Seiten unserer globalisierten Welt verweist, ohne überdeutlich den Zeigefinger zu heben. Sie bringen das Publikum zum Lachen und zum Nachdenken, auch wenn uns das Schicksal eines x-beliebigen illegalen asiatischen Küchenhelfers eigentlich nichts anzugehen scheint und wir ihn schnell vergessen, als ob er nie dagewesen wäre. Aber vielleicht finden auch wir ein Haar in unserer Suppe, oder vielleicht sogar einen Zahn…