16.07.2014

Nacht der Kultur an der AWS

Zum Abschluss des Schuljahres findet an der Alfred-Wegener-Schule noch ein spannender, kultureller Abend statt. Am Freitag, 18. Juli präsentieren ab 20 Uhr in der Aula der Alfred-Wegener-Schule mehr als hundert Schülerinnen und Schüler unterschiedlichste kreative Ergebnisse, die sehr gut die Arbeit der letzten Monate widerspiegeln.

Die Schülerinnen und Schüler des Musikleistungskurses 12 und des Kurses Darstellendes Spiel 12 bieten einen kurzen, spannenden Einblick in die Welt von „Coraline“, der Lust auf ihre Musik-Theater-Inszenierung, welche Ende September Premiere feiern wird.

Elena Kloß und Lukas Rhiel zeigen ihre Abiturprüfungsszene „Ein Held ist ein Held ist ein Held“. In ihrer Szene, die mit Mitteln des gesellschaftlich-politischen Theaters arbeitet, stellen sie Kriegshelden, um die sich Mythen und Sagen ranken, die aber der Realität entspringen, in den Fokus.

Keine Angst im Dunkeln – Ein Stück Dunkelheit“ ist der Titel der Abiturprüfungscollage, welche Katharina Gröning, Annika Rodriquez und Daniel Theißen entwickelt haben. Ihr Ziel ist es,  die Dunkelheit und die Angst vor ihr, aber auch ihren Gegenpart, das Licht, zu thematisieren, um ein ausgewogenes Bild der Nacht und ihrer Aspekte darzustellen, sowohl inhaltlich als auch optisch. Dies geschieht unter einem kontrastierenden und postdramatischen Schwerpunkt durch Gegenüberstellungen, Gegensätze und Wechsel.

Wie kann man Fotografien in Filme umwandeln? Spannende und kreative Antworten auf diese Frage geben uns die Schülerinnen und Schüler des Grundkurses Kunst/12.

 

„Hinter meinen Augen stehen 1000 Wasser, die muss ich alle weinen.“: Am 8. und 9. November 1938 inszenierten die nationalsozialistischen Gewaltherrscher mit Unterstützung der Bevölkerung einen öffentlichen Pogrom gegen jüdische Mitbürger auch in Kirchhain. Anlässlich des 75. Jahrestag dieser Geschehnisse bereiteten die Stadt Kirchhain und die Alfred-Wegener-Schule im letzten Jahr eine gemeinsame Gedenkfeier vor. Unter dem Motto: Gebt den Betroffenen Einzelpersonen, die zur Masse wurden, ein Gesicht, entwickelten Schülerinnen und Schüler der Jgst. 11-13 eine szenische Collage, die die lokalgeschichtlichen Hintergründe in Kirchhain aufgreift.

Für den Abschluss des Abends sorgt der Kurs des Jahrgangs 11: „Wer anders ist… eine szenische Collage nach F. Kafkas „Die Verwandlung“. Die Schülerinnen und Schüler haben sich mit Kafkas Erzählung, in deren Zentrum Gregor Samsa steht, der eines Morgens „verwandelt“ in seinem Bett erwacht, auseinandergesetzt. Dabei entwickelte die Gruppe eine szenische Collage, die sich einerseits mit Gregors Geschichte beschäftigt, andererseits aber auch nach Aktualitätsbezügen sucht. So verbinden sich bspw. Erwartungsdruck und Freiheitswille aus der Sicht heutiger Jugendlicher mit den kafkaesken Gedankengängen.

(T. Mihr)