Stolperstein AG

 

“When my grandfather left his home, he closed the door
to the world he knew and loved. I want to thank you for
opening the door with your hearts. It means a lot to us.”
(Karen Harber, Enkelin des aus Kirchhain geflohenen
Kurt Wertheim, bei der Stolpersteinverlegung für
Familie Wertheim im November 2016)

 

Seit 2015 werden in Kirchhain Stolpersteine verlegt, um an die im Nationalsozialismus entrechteten, verfolgten und ermordeten jüdischen Kirchhainer_innen zu erinnern: Jedes Familienmitglied erhält einen in den Boden eingelassenen Stein mit einer kleinen Gedenktafel, auf der sein Name, sein Geburtsjahr und sein Schicksal im Nationalsozialismus eingraviert sind. Diese Steine werden vor dem Haus verlegt, wo die Familie einst lebte. Schon vor 18 Häusern in Kirchhain findet man solche Stolpersteine, die an die Mitglieder z.B. der Familien Abt, Plaut, Stern oder Schaumberg erinnern.

Bei den jährlichen Verlegungen, die unter großer Anteilnahme der Kirchhainer Bevölkerung und der Schulgemeinde stattfinden, wirken von der AWS die Stolperstein-AG ARRET, der Fachbereich Musik und das Darstellende Spiel mit. Besonders eindrücklich wurden die bisherigen Verlegungen durch die Anwesenheit und die Wortbeiträge von Nachfahren der jeweiligen jüdischen Familien.

Im Jahr 2020 konnte durch die Corona-Pandemie keine Verlegung stattfinden. Dafür ist nun eine Dokumentation der bisherigen fünf Stolperstein-Verlegungen erschienen, herausgegeben vom Heimat- und Geschichtsverein Kirchhain, der Alfred-Wegener-Schule und der Stadt Kirchhain.

Alle jüdischen Familien, für die bisher Stolpersteine verlegt wurden, werden mit ihrer Familiengeschichte und mit Bildern vorgestellt. Fotos von den Verlegungen, Auszüge der Reden und Zeitungsberichte geben einen lebendigen Eindruck von den für die Erinnerungskultur der Stadt so wichtigen Stolpersteinverlegungen. Auch die Gedenkveranstaltung 2018 zur Pogromnacht ist in Auszügen dokumentiert. Am Ende werden die Pläne für das Monument am jüdischen Friedhof vorgestellt, das zur Erinnerung an die jüdischen Bürgerinnen und Bürger der Stadt errichtet werden soll.

Die 90-seitige Broschüre ist gegen eine „Schutzgebühr“ von 5 € im Sekretariat in Gebäude 8a oder bei Barbara Sonnenberger (B.Sonnenberger@Alfred-Wegener-Schule.de) erhältlich. Der Betrag kommt im vollem Umfang dem Stolperstein-Projekt zugute und wird zur Finanzierungen weiterer Stolpersteinverlegungen genutzt.

 

Barbara Sonnenberger

 

 

 

 

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Stolpern mit den Gedanken, nicht mit den Füßen - das ist der Gedanke hinter Stolpersteinen.

Sie sollen aufmerksam machen auf die jüdischen Opfer des NS-Terrors. Vielleicht sind sie dir schon einmal aufgefallen, diese kleinen, goldenen Steine, welche vor Häusern in den Boden eingelassen wurden. Diese Häuser sind nicht zufällig gewählt, in ihnen lebten jüdische Familien während der Zeit des Dritten Reiches. Einige von ihnen überlebten, wieder andere wurden in Vernichtungslagern wie Lublin oder Ausschwitz umgebracht.

 

Die ersten Stolpersteine in Kirchhain wurden im November 2015 verlegt, für die Familien Meier Wertheim II, Strauß und Familie Adolf Wertheim. Einen Artikel der Oberhessischen Presse dazu findest du hier.

Die zweite Verlegung war im November 2016. Stolpersteine für die Familien Julius Plaut, Adolf Plaut, Meier Wertheim I und für Ludwig Abt wurden verlegt. Die Oberhesssische Presse war auch anwesend, einen Artikel findest du hier.

Die dritte und neuste Verlegung war im Mai 2017. Stolpersteine wurden für die Familien Haas, Lomnitz und Ziegelstein verlegt. Den Flyer findest du hier.

Hinter den Stolpersteinen steckt eine Zusammenarbeit mit dem Geschichtverein, der Stadt Kirchhain und der AG Arret. Die AG Arret besteht aus Schüler/innen und Lehrern.

Du willst uns beitreten? Wir, die AG Arret, sind dienstags in der neunten und zehnten Stunde in der Bibliothek der Oberstufe.

Bei interesse kannst du uns auch eine E-Mail schreiben.

paulatrz@web.de

mr.o.terch@gmail.com

Wir freuen uns auch dich!

 

 

Ein paar Bilder findest du hier: