UNO New York

Schülerinnen und Schüler unserer Jahrgangstufe 11 sind seit Jahren regelmäßig Gäste der UNIS-UN Conference. Diese Weltjugendkonferenz wird von der United Nations International School in der berühmten Assembly Hall der UN abgehalten. Nur sechs deutsche Schulen stehen auf der Gästeliste

 

Unsere UNO-Teilnehmer 2017

 

Einreise in die USA erlaubt

Alfred-Wegener-Schule bei der UN

„Migration – crossing the line“ lautete das Thema der diesjährigen Konferenz der United Nations International School in New York. Die Alfred-Wegener-Schule Kirchhain steht seit vielen Jahren auf der Gästeliste dieser besonderen Veranstaltung, Tagungsort ist die berühmte General Assembly Hall der UN. Die Schule war in diesem Jahr mit acht Schüler(innen) geladen, die sich in intensiven Auswahlgesprächen qualifiziert hatten, um ihre Schule, ihre Stadt Kirchhain und auch unser Land in diesem Rahmen zu repräsentieren. 46 Schulen aus 21 Ländern waren anwesend.

Aktueller hätte das Thema nicht sein können und entsprechend gespannt war man, wie sich die Redner über die Politik des Präsidenten äußern: Man kritisierte unverhohlen. Referenten waren Journalisten, ein Ökonomie-, ein Psychologieprofessor, aber auch zwei Betroffene. „Was mich an am meisten beeindruckt und bewegt hat, war die Geschichte von Victor Flores über seine und seines kleinen Bruders Flucht von El Salvador in die Vereinigten Staaten.

Durch seine Geschichte zeigt er, dass nicht nur Flüchtlinge aus Kriegsgebieten in ihrem Heimatland in Lebensgefahr schweben“, sagt die Schülerin Melis Koca.

Einen Tag war die Schülergruppe, die von zwei Lehrern begleitet wurde, zu Gast in der United Nations International School zum gegenseitigen Kennenlernen mit buntem Vorstellungsprogramm der Schulen aus aller Welt. Die Kirchhainer präsentierten Grimms Märchen hinterlegt mit Ubbelohde Bildern und Elementen der Roßdorfer und Mardorfer Tracht. Zwei Tage dauert die Konferenz selbst – Vorträge von Experten und Debatten der Schüler.

Eingebettet wurde sie in ein Rahmenprogramm, das die begleitenden Lehrer organisiert hatten, das den Schülerinnen und Schülern möglichst viel dieser beeindruckenden Stadt zeigen wollte. „Inneres Schweigen tritt ein. Ich fühle mich von der Großstadt-Reizüberflutung abgedämmt, keine hupenden Autos mehr, das rauschende Wasser des Bassins sorgt für Ruhe und schottet einen von der Außenwelt ab, man denkt an die  Menschen, wie sie verzweifelt aus den Hochhäusern springen, wie sie in den Häusern erschlagen werden“, so beschreibt ein Schüler seine Empfindungen am Ground Zero Memorial. „Obwohl uns klar ist, dass wir in New York sind, kommt es doch noch nicht so richtig in unsern Köpfen an. Es ist so unwirklich. Von der Brooklyn Bridge aus haben wir den ersten atemberaubenden Blick auf Lower Manhattan. Und dann, von der Mitte der Brücke aus, sehen wir plötzlich ganz klein am Horizont die Freiheitsstatur“, schreibt Lea Feussner in ihrem Reisebericht.  

Frühstück aus dem Supermarkt auf der Dachterrasse des einfachen, aber „coolen“ Hotels, Lieblingslokal die Pizza mit den großen Stücken für einen Dollar - dennoch kostet eine solche Fahrt viel Geld (schon die Tagungsgebühr beträgt 75,- Dollar) und muss von Schülerseite finanziert werden. Den betäubend schönen nächtlichen Blick auf New York vom Top of the Rock, den Genuss von „The Phantom oft the opera“ hätten wir uns nicht leisten können, wenn der Förderverein der Schule, die Sparkasse Marburg-Biedenkopf und die Dr. Schaffenrathsche Stiftung der Stadt Kirchhain, uns nicht unterstützt hätten. „Anyway, we were lucky that we were able to enjoy this and we can proudly say that it was worth every single dollar”, resümiert eine Schülerin.                                                                                  

Henrike Hildebrandt