Entwicklungstherapie/ Entwicklungspädagogik (ETEP)

Zehn relevante Hinweise zum pädagogischen Programm 

Das Programm wurde zunächst für die Bedürfnisse von Kindern und Jugend-lichen mit Verhaltensauffälligkeiten entwickelt. Inzwischen wird es auch als Basis-programm zur schulischen Erziehung generell und zur Prävention eingesetzt.

Die theoretische Basis ist eine Kombination aus verhaltenstheoretischen, psycho-dynamischen und humanistisch-psychologischen Ansätzen.
Die Sichtweise von Auffälligkeit impliziert eindeutig eine Abkehr vom Defizit-Gedanken. Statt dessen wird auf allen Ebenen der Blick auf Stärken und Entwicklungsmöglichkeiten gerichtet.
Das Programm bietet ein miteinander verbundenes System...
  • von Diagnostik des Förderbedarfs
  • Ableitung von Förderzielen
  • Gestaltung von Lernprozessen nach Maßgabe dieser Ziele
  • Interventionsstrategien der Lehrkraft zur Unterstützung von  Verhaltensfortschritten
  • Evaluation der Wirksamkeit der pädagogischen Arbeit.
Das Programm ist lernbar und vermittelbar >> Steigerung der Professionalität 
Es ermöglicht die Kooperation von pädagogischen und psychologischen Fachkräften in diesem gleichen programmatischen Bezugsrahmen.
Das Programm eignet sich, um den verschiedensten Arten von auffälligem Verhalten zu begegnen, also z.B. verbale und physische Aggression, Regelrelativierung, provokantes oder aufhetzendes Verhalten, regressiver Rückzug von anderen Kindern und von Erwachsenen kleinkindhaftes Verhalten, motorische Unruhe und kurze Aufmerksamkeitsspanne etc.
Gleitende Übergänge zwischen intensiven Förderformen bis hin zur allmählichen und dann vollständigen Wiedereingliederung in den allgemeinen Bildungsprozess kennzeichnen das Programm als integratives Konzept.
Das Programm kann an allgemeinen Schulen auch gut eingesetzt werden zur präventiven Arbeit im Erziehungsbereich, demnach für „Risiko-Kinder“ oder  ‑gruppen.

Es ist hier ein Programm gefunden, das  auch durch Pädagogen an allgemeinen Schulen nach entsprechendem Training kompetent und professionell eingesetzt werden kann.

 © Ursula Jack, Institut ETEP Europe, Düsseldorf 2009

 

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des Staatlichen Schulamtes Marburg-Biedenkopfs!

Für ETEP-Anwenderinnen und -anwender (Link zur ETEP-Arbeitsgruppe)