Schule verändern, verbessern, weiterentwickeln
Die Mittelschule an der AWS
Unser Leitbild: Erziehung zur Lebenstüchtigkeit
Ziel:
Jeder Schüler und jede Schülerin erreicht den für sie bzw. ihn bestmöglichen Schulabschluss.
Keine Schülerin, kein Schüler verlässt die Schule ohne Abschluss.
Weg:
Jeder Lernende hat besondere Fähigkeiten und Stärken, die es zu fördern gilt.
Er wird an seinen Fortschritten gemessen, nicht an seinen Defiziten.
Wir sind der Überzeugung, dass die Abkehr vom „Lernen im Gleichschritt“ durch beständige individuelle Begleitung und Förderung, sowie die Stärkung eigenverantwortlichen Lernens ein erfolgreiches Lernen erst ermöglicht.
Eine Trennung in Haupt- und Realschüler ist nicht mehr begründbar.
| Einführung |
Die gegliederten Schulzweige der Alfred-Wegener-Schule Kirchhain haben in den vergangenen Jahren einen grundlegenden Veränderungsprozess erfahren und müssen auf die neuen Situationen angemessen reagieren:
Der gymnasiale Bildungsgang erfährt eine ungeahnte Nachfrage, während der Bildungsgang Hauptschule nur noch von wenigen Eltern und Schülern angenommen wird.
Der Bildungsgang Realschule ist geprägt von geänderten Schülerzusammensetzungen und großer Fluktuation in den Klassen.
Neue Zielsetzungen der verbundenen Mittelschule ist die gemeinsame Vermittlung einer lebensbezogenen Allgemeinbildung und die Befähigung der Schülerinnen und Schüler Schwerpunkte zu setzen- entsprechend ihren Leistungen und Neigungen.
Ziel ist ein berufsbezogener Schulabschluss, der die Schüler/innen in die Lage versetzt, ihren Weg in berufs- und studienqualifizierenden Bildungsgängen fortzusetzen.
Mit der Erstellung eines entsprechenden Lehrplans im Rahmen der gültigen Stundentafel werden wichtige Schritte auf dem Weg zu mehr Eigenständigkeit und Qualität vollzogen.
Mit der Einführung eines verbindlichen Abschlussverfahrens in Haupt- und Realschule wurde bereits die Vergleichbarkeit, Berechenbarkeit und Transparenz der Prüfungen verbessert und die Wertigkeit des jeweiligen Abschlusses nachhaltig erhöht.
Grundvoraussetzung schulischen Lernens ist dabei die Vermittlung sozialer Kompetenzen. Gut miteinander auszukommen, sowie die Rechte und Eigenarten des anderen zu respektieren, ist Ziel des sozialen Lernens.
Schwerpunkt der Arbeit im Unterricht ist auch die Vermittlung von Schlüsselqualifikationen, die die Schülerinnen und Schüler durch unterschiedliche Arbeitsformen zum eigenständigen und nachhaltigen Lernen befähigen sollen.
Die verbundene Mittelschule hat die Aufgabe, Stärken und Schwächen ihrer Schülerinnen und Schüler zu erkennen und die Stärken auszubauen . Förderkonzepte gewährleisten eine zielgerichtete Arbeit. Für Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf kann gemeinsamer Unterricht eingerichtet werden.
Konzeption einer Verbundenen Mittelschule an der Alfred-Wegener-Schule Kirchhain
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Organisationsschema |
Die „Verbundene Mittelschule“ der AWS hat das Ziel, das nichtgymnasiale Bildungsangebot des schulischen Einzugsgebietes zu stärken und zu erweitern und damit dem Wunsch der Eltern nach einem qualifizierten und wohnortnahen Angebot zu entsprechen. Sie bereitet die Schülerinnen und Schüler auf eine betriebliche Ausbildung oder auf weiterführende Bildungsgänge der Beruflichen Schulen bis hin zur gymnasialen Oberstufe vor.
Jeder Schüler/ jede Schülerin hat die Möglichkeit, den für ihn/ sie bestmöglichen Abschluss zu erreichen.
Die „Verbundene Mittelschule“ vergibt als Schule der Sekundarstufe I die folgenden Abschlüsse und Berechtigungen:
die Qualifikation der Berufsreife nach Klasse 9
(Hauptschulabschluss)
den mittleren Bildungsabschluss nach Klasse 10
(Realschulabschluss = Mittlere Reife)
bei vorliegender Eignung eine Empfehlung für den
Übergang in die Fachoberschule, das Berufliche Gymnasium oder die gymnasiale Oberstufe
(Fachhochschulreife oder Hochschulreife =Abitur)
Vorteile gegenüber der studienbezogenen Gymnasialausbildung:
-realschulorientiert und dennoch abschlussoffen-
-individuelle Förderung-
-berufsorientiert-
-Leistungsanforderungen den Fähigkeiten angemessen-
Rechtliche Grundlagen : §23 Abs.7 des Hessischen Schulgesetzes
Pädagogische Grundlagen :
Zentrale Ziele des Bildungs- und Erziehungsauftrages der „Verbundenen Mittelschule“ werden durch folgende Maßnahmen gefördert:
. Einübung von Selbstständigkeit und Verantwortungsbereitschaft im
Unterricht und in der Gestaltung des Schullebens
.Das Lernen zu lernen als wichtiges Bildungsziel: Einüben von Methoden,
Arbeitsweisen und Lernstrategien sowie Aufbau und Erhaltung von
Lernfreude und Lernmotivation
.Schülerzentrierte Unterrichtsmethoden, wie Freiarbeit, Projektarbeit,
Wochenplanarbeit und handlungs- und erfahrungsorientiertes Lernen
im gemeinsamen Unterricht.
.Gemeinsamer Unterricht in lebensnahen Fächerverbünden:
Lernbereich Gesellschaft (Ek, Ge, PoWi); Lernbereich Natur (Ph, Ch, Bio)
Lernbereich Bewegung (Sport) und Lernbereich Gestaltung( Ku, Mu, PT);
Religion/Ethik.
Organisation :
Die „Verbundene Mittelschule“ ermöglicht gemeinsames Lernen von Kindern unterschiedlicher Herkunft, Neigungen und Talente. Dies geschieht durch individuelle Förderung , z.B. mit Stütz- und Förderkursen, Kleingruppenarbeit und Binnendiffenzierung.
In den Klassen 5 und 6 erfolgt gemeinsamer Unterricht
Ab Klasse 7 kommt die Leistungsdiffenzierung auf zwei Anspruchsebenen hinzu:
. ab der Klassenstufe 7 in Englisch und Mathematik
. ab der Klassenstufe 8 in Deutsch
. ab der Klassenstufe 7 in schwerpunktbildenden Wahlpflichtkursen
(incl. der zweiten Fremdsprache Französisch)
. die Klassenstufe 10 besteht aus einem abschlussbezogenen Jahrgang auf
der Anspruchsebene der Realschule.
Vereinbarungen:
-Erziehungsverträge zu Beginn der Klasse 5
-Klassenobergrenze 25 Schüler/innen pro Klasse
-Individualisierter Unterricht durch vermehrte Lehrerzuweisung
-gemeinsame Beschulung in den Jahrgängen 5 + 6
-abschlussbezogene Differenzierung ab Klasse 7 Mathematik und Englisch
ab Klasse 8 Deutsch
ab Klasse 8 in WPU-Schwerpunkten
-zweite Fremdsprache freiwillig ab Klasse 7
-Einrichtung einer SchuB-Klasse ab Klasse 8
-weiterer gemeinsame Unterricht in den Lernbereichen Natur, Gesellschaft,
Künste, Bewegungserziehung und Religion/Ethik
-differenzierte Bewertung entsprechend der Schulzweigzugehörigkeit
-Koordinationsstunden für Lehrerteams (1 Wochenstunde pro Klasse)
-Betriebspraktika in den Klassen 8 und 9 (je 3-wöchig)
-Sozialpraktikum im Jahrgang 8 oder 9
-definierter Portfolioanforderungen für die Schüler
-verbindliche Teilnahme aller Schüler an den Hauptschulprüfungen im
Jahrgang 9 (für Hauptschulabschluss zwingend notwendig, für alle
anderen schriftliche Prüfungen als Klassenarbeit)
-Teilnahme aller Schüler des Jahrgangs 10 an den Realschulabschluss-
Prüfungen
-Berufsorientierung mit Förderung der Ausbildungsreife
-Kompetenzscheine für die Übergänge in weiterführende Bildungsgänge
-veränderte Unterrichtskultur (in der Folge: klare Anforderungen an das
Lehrerprofil, verbindliche gemeinsame Erziehungsziele, mittelfristig erweitertes Raumangebot für differenzierten Unterricht, erhöhte Zuweisung für Arbeitsmaterialien, bewusste Vernetzung von Schule, Sozialarbeit, Jugendpflege, Jugendamt, AGGAS und heimischen Betrieben)