Methodenlernen an der Alfred-Wegener-Schule (Gymnasialzweig)

 

Was wir wollen …

·        Der Erwerb von Methodenkompetenz ist zentrale Voraussetzung für selbstständiges Lernen. Mit der Schulung von fächerübergreifenden Lernstrategien und Arbeitstechniken wollen wir die Schüler/innen dabei unterstützen, ihr schulisches Lernen entsprechend ihrer individuellen Fähigkeiten und Neigungen zu optimieren und Prüfungsformen wie die Präsentationsprüfung im Abitur besser zu bewältigen. Am Ende ihrer Schulzeit sollen sie über ein Repertoire von Lernstrategien verfügen, die sie bewusst, gezielt und situationsangemessen verwenden, sodass sie beim lebenslangen Lernen unterstützt werden.  

·        Die Förderung von Methodenkompetenz bedeutet jedoch kein Primat von Methoden zulasten von Inhalten. Zwar wollen wir Methoden explizit thematisieren und reflektieren, um eine selbstständige und  gezielte Verwendung zu ermöglichen, aber die Methoden sollen in authentischen Situationen, anhand relevanter Inhalte im Fachunterricht erworben und trainiert werden.

·        Um den Transfer, d.h. die Anwendung auf andere Inhalte, und die Routinebildung zu fördern, sollen die Methoden in verschiedenen Fächern eingesetzt werden.

 

Wo wir stehen …

Entsprechend dieser Ziele versuchen wir an der AWS das Methodenlernen systematisch und fächerübergreifend zu fördern.

Für die Sekundarstufe I verfolgen wir, statt auf spezielle Methodentage oder Methodentrainings zu setzen, ein fächerintegriertes Konzept des Methodenlernens

·        Unser Methodencurriculum [PDF] legt fest, welche Lernstrategien und Arbeitstechniken in welchem Schuljahr in welchem Fach eingeführt bzw. geübt werden. Das Methodencurriculum wurde von der Gymnasialkonferenz beschlossen. Ein detaillierterer Verteilungsplan, der Aufschluss darüber gibt, in welchem Quartal und im Rahmen welcher Unterrichtseinheit die jeweilige Methode thematisiert werden soll, wird zurzeit unter Beteiligung der Fachschaften erarbeitet.

·        Zwei Methodenfibeln [PDF: Klassen 5 u. 6   / Klassen 7 bis 9 ], die alle Schüler/innen für die Klassen 5 und 6 bzw. für die Klassen 7 bis 9 erhalten, fassen das Wichtigste zu jeder Methode zusammen. Sie dienen damit als Hilfe und Nachschlagewerk für die Schüler/innen, bilden aber auch einen gemeinsame Grundlage für die Lehrenden der verschiedenen Fächer. Die Fibeln wurden von der  „MeKo-AG“  erarbeitet und von den beteiligten Fachkonferenzen beraten.

In der Jahrgangsstufe 11 schafft ein Methodenkompetenz-Kurs (zwei Wochenstunden über ein Halbjahr) eine einheitliche Basis für die Schüler/innen der Verbundschulen und bereitet noch gezielter auf das wissenschaftspropädeutische Arbeiten in der Oberstufe und die Präsentationsprüfung vor.

 

 

Wie es weitergehen soll…

Für die kommenden Jahre haben wir uns folgende Ziele gesetzt:

·        Die Integration des Methodenlernens in den Fachunterricht der Sekundarstufe I soll durch schulinterne Fortbildungen (fächerübergreifend und fachspezifisch) und eine noch genauere Abstimmung zwischen den Fächern weiter vorangetrieben werden.

·        Eine Zusammenarbeit mit den anderen Schulzweigen und die stärkere Einbindung der Eltern sollen dem Methodenlernen noch mehr Gewicht verleihen.

 

Als Ansprechpartner stehen die Mitglieder der MeKo-AG zur Verfügung: Patricia Dittmar, Stefanie Feußner, Simone Hesse, Hartmut Huber, Dr. Bernd Klewitz, Angela Lingen-Kaulen, Moritz Moeller, Barbara Sonnenberger, Jessica Sorg 

 

Kirchhain, im Januar 2009                                                                   Barbara Sonnenberger